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Allgemeine Geschäftsbedingungen

§1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen der WHITEACADEMY Birger Weiß, Zur alten Ziegelei 10a, 48607 Ochtrup (nachfolgend „Anbieter" oder „wir"), und dem Kunden (nachfolgend „Kunde" oder „Auftraggeber"). Die AGB gelten insbesondere für die Nutzung unserer Newsletter, die Inanspruchnahme von Dienstleistungen und Beratungsleistungen, den Abschluss von Coaching-Verträgen sowie die Teilnahme an Seminaren und Veranstaltungen. Eine Nutzung unserer Angebote und Leistungen ist ohne Anerkennung dieser AGB nicht möglich. Mit der Inanspruchnahme unserer Leistungen erklärt sich der Kunde mit der Geltung dieser AGB einverstanden.

(2) Der Kunde bestätigt mit der Beauftragung, dass er Unternehmer im Sinne des §14 BGB ist und die angebotenen Leistungen ausschließlich zu gewerblichen, selbstständigen beruflichen oder freiberuflichen Zwecken in Anspruch nimmt. Die Leistungen des Anbieters richten sich ausschließlich an Unternehmer und nicht an Verbraucher im Sinne des §13 BGB.

(3) Es gelten sämtliche Vereinbarungen, die sich aus diesen AGB ergeben, sowie ergänzend die im Rahmen der jeweiligen Vertragsbeziehung getroffenen individuellen Vereinbarungen. Individuelle Vereinbarungen haben im Zweifel Vorrang vor diesen AGB.

(4) Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses aktuelle Fassung der AGB. Der Anbieter behält sich das Recht vor, diese AGB jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu ändern. Über wesentliche Änderungen wird der Kunde in geeigneter Form informiert.

(5) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, selbst wenn der Anbieter ihrer Geltung nicht ausdrücklich widerspricht. Auch wenn der Anbieter auf ein Schreiben Bezug nimmt, das Geschäftsbedingungen des Kunden enthält oder auf solche verweist, liegt darin kein Einverständnis mit der Geltung jener Geschäftsbedingungen.

§2 Vertragsgegenstand

(1) Gegenstand der vertraglichen Leistungen sind Coaching, Seminare, Beratungsleistungen sowie Marketing-Dienstleistungen, die der Anbieter dem Kunden im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen erbringt. Die Leistungserbringung kann multimedial, per Video, telefonisch oder stationär (vor Ort) erfolgen. Art und Umfang der Leistungen richten sich nach der jeweiligen Buchung und können standardisiert oder individuell auf den Kunden zugeschnitten sein.

(2) Die Leistungen des Anbieters umfassen insbesondere Unternehmensberatung und Online-Marketing-Dienstleistungen. Es handelt sich hierbei ausdrücklich nicht um eine Werk- oder Erfolgsschuld, sondern um eine Dienstleistungsschuld. Der Erfolg von Werbemaßnahmen kann lediglich auf Grundlage von Erfahrungswerten prognostiziert werden. Eine Garantie für den Eintritt eines bestimmten wirtschaftlichen Erfolges wird nicht übernommen. Sofern im Einzelfall eine erfolgsbezogene Bonusvereinbarung getroffen wird, besteht hieraus kein Anspruch auf den Eintritt eines bestimmten Erfolges. Die Bonusvereinbarung regelt lediglich eine zusätzliche Vergütung für den Fall, dass ein bestimmtes Ergebnis tatsächlich eintritt.

(3) Soweit im Rahmen von Coaching-, Dienstleistungs- oder Beratungsverträgen der genaue Leistungsumfang nicht abschließend bestimmt ist, steht dem Anbieter ein Leistungsbestimmungsrecht gemäß §315 BGB zu. Die Leistungsbestimmung erfolgt nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der vertraglichen Zwecke und der Interessen beider Parteien.

(4) Der Kunde ist zur Mitwirkung verpflichtet. Der Kunde hat die für die Leistungserbringung erforderlichen Mitwirkungshandlungen unverzüglich nach Aufforderung durch den Anbieter zu erbringen. Hierzu gehören insbesondere die Bereitstellung von Informationen, Daten, Zugängen, Materialien sowie die rechtzeitige Erteilung von Freigaben und Genehmigungen. Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht oder nicht rechtzeitig nach, ist der Anbieter berechtigt, die betroffenen Leistungen bis zur Nachholung der Mitwirkung auszusetzen, ohne dass hieraus Ansprüche des Kunden entstehen.

§3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung und Bewerbung von Leistungen des Anbieters, insbesondere auf der Website, in Broschüren, Werbematerialien oder in sonstigen Medien, stellt kein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum).

(2) Der Vertragsschluss kann telefonisch, per Videokonferenz oder in schriftlicher Form erfolgen. Bei mündlich geschlossenen Verträgen (telefonisch oder per Videokonferenz) besteht kein Anspruch des Kunden auf eine nachträgliche schriftliche Zusammenfassung des Vertrages. Der mündlich geschlossene Vertrag ist in vollem Umfang wirksam und verbindlich.

(3) Ein mündlicher Vertrag kommt durch übereinstimmende Willenserklärungen der Vertragsparteien zustande. Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass Telefongespräche und Videokonferenzen zum Zwecke der Dokumentation und Beweissicherung aufgezeichnet werden dürfen. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Ein bereits erteilter Widerruf berührt die Wirksamkeit des zuvor geschlossenen Vertrages nicht.

(4) Verträge werden grundsätzlich mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten geschlossen, sofern im Einzelfall nichts anderes vereinbart wird. Während der vereinbarten Mindestlaufzeit ist eine ordentliche Kündigung des Vertrages ausgeschlossen.

(5) Soweit die vertraglichen Leistungen ein strukturiertes Dienstleistungsprogramm mit einem definierten Leistungsumfang und einer regelmäßigen Vergütung umfassen, handelt es sich um ein dauerhaftes Dienstverhältnis im Sinne des §627 Satz 2 BGB. Das Kündigungsrecht nach §627 BGB wird in diesen Fällen ausdrücklich ausgeschlossen, da dem Kunden kein besonderes Vertrauensverhältnis zugrunde liegt, das eine jederzeitige Kündigung rechtfertigen würde. Es gelten stattdessen die vertraglichen Kündigungsfristen gemäß §5 dieser AGB.

(6) Eine automatisch versandte Auftragsbestätigungsemail stellt keine Annahme des Vertragsangebots dar, es sei denn, dem Kunden wird unmittelbar mit der E-Mail der Zugang zu den gebuchten Leistungen gewährt. In diesem Fall gilt die Freischaltung des Zugangs als konkludente Annahme des Vertrages.

(7) Ist die Erbringung der gebuchten Leistung aus technischen oder sonstigen Gründen nicht möglich, kommt kein Vertrag zustande. Der Anbieter wird den Kunden hierüber unverzüglich informieren. Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall unverzüglich und vollständig erstattet.

§4 Preise und Leistungserbringung

(1) Sämtliche angegebenen Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer). Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, sind die Preise Endpreise ohne weitere Zuschläge oder versteckte Kosten.

(2) Die Leistungserbringung erfolgt gemäß dem im Hauptvertrag, in der Leistungsbeschreibung oder im Angebot vereinbarten Zeitplan. Der Anbieter ist bemüht, die vereinbarten Termine einzuhalten, behält sich jedoch vor, Termine bei Vorliegen wichtiger Gründe nach rechtzeitiger Ankündigung zu verschieben.

(3) Der Kunde hat eine Vorleistungspflicht, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Die Zahlung des vereinbarten Entgelts ist unverzüglich mit Vertragsschluss fällig. Die Leistungserbringung beginnt erst nach vollständigem Zahlungseingang, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

§5 Kündigung

(1) Der Vertrag wird für eine feste Erstlaufzeit geschlossen, deren Dauer sich aus dem jeweiligen Hauptvertrag, dem Angebot oder der individuellen Vereinbarung ergibt. Während der Erstlaufzeit ist eine ordentliche Kündigung ausgeschlossen.

(2) Für die ordentliche Kündigung gelten folgende Fristen und Regelungen zur automatischen Vertragsverlängerung: Bei einer Vertragslaufzeit von einem Monat beträgt die Kündigungsfrist 15 Tage vor Ablauf des Vertragsmonats; wird nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um drei Monate mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten zum jeweiligen Laufzeitende. Bei einer Vertragslaufzeit von drei Monaten beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate zum Laufzeitende. Bei einer Vertragslaufzeit von sechs Monaten beträgt die Kündigungsfrist drei Monate zum Laufzeitende. Bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten oder länger beträgt die Kündigungsfrist sechs Monate zum Laufzeitende; wird nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um weitere zwölf Monate mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum jeweiligen Laufzeitende. Die Kündigung bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform (Brief oder E-Mail).

(3) Eine außerordentliche Kündigung ist ausschließlich aus wichtigem Grund gemäß §626 BGB möglich. Ein wichtiger Grund liegt nur bei einer objektiv schwerwiegenden Verletzung wesentlicher Vertragspflichten vor. Subjektive Unzufriedenheit, persönliche Befindlichkeiten oder der bloße Wunsch, den Vertrag vorzeitig zu beenden, stellen keinen wichtigen Grund dar. Vor Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung ist der kündigenden Partei eine schriftliche Abmahnung mit Setzung einer angemessenen Frist zur Abhilfe zuzustellen. Erst nach erfolglosem Ablauf dieser Frist kann die außerordentliche Kündigung erklärt werden.

(4) Ein Recht zur vorzeitigen oder kostenfreien Beendigung des Vertrages besteht nicht. Der Kunde kann den Vertrag nicht vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit beenden, ohne die vollständige vereinbarte Vergütung zu entrichten. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn der Kunde die Leistungen des Anbieters nicht oder nicht vollständig in Anspruch nimmt.

(5) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund gemäß §626 BGB bleibt von den vorstehenden Regelungen unberührt.

(6) Kündigt der Kunde den Vertrag aus wichtigem Grund, so bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters für die bis zum Wirksamwerden der Kündigung erbrachten Leistungen sowie für die bereits in Auftrag gegebenen oder vorbereiteten Leistungen bestehen. Dem Kunden steht es frei, nachzuweisen, dass dem Anbieter ein geringerer Schaden entstanden ist als die volle Vergütung.

§6 Verzug

(1) Vereinbarte Fristen und Termine für die Leistungserbringung beginnen erst dann zu laufen, wenn die vollständige Zahlung des vereinbarten Entgelts beim Anbieter eingegangen ist und der Kunde sämtliche für die Leistungserbringung erforderlichen Daten, Informationen, Materialien und sonstigen Mitwirkungshandlungen vollständig erbracht hat. Verzögerungen, die auf die verspätete Zahlung oder fehlende Mitwirkung des Kunden zurückzuführen sind, gehen nicht zulasten des Anbieters.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Erbringung seiner Leistungen bei Zahlungsverzug des Kunden ganz oder teilweise auszusetzen, bis die ausstehenden Zahlungen vollständig beglichen sind. Ein Zurückbehaltungsrecht des Anbieters besteht auch dann, wenn der Kunde mit Teilzahlungen in Verzug gerät. Die Aussetzung der Leistungen stellt keine Vertragsverletzung des Anbieters dar und begründet keine Schadensersatz- oder Minderungsansprüche des Kunden.

(3) Wurde eine Ratenzahlung vereinbart und gerät der Kunde mit einer oder mehreren Raten in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen und die sofortige Zahlung der gesamten noch ausstehenden Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen zu verlangen. Der Anbieter kann in diesem Fall den vollen Vergütungsanspruch für die gesamte vereinbarte Vertragslaufzeit geltend machen, wobei die vom Anbieter ersparten Aufwendungen in Abzug gebracht werden.

§7 Erfüllung

(1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen mit der erforderlichen Sorgfalt und unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Technik und der branchenüblichen Standards. Der Anbieter ist berechtigt, zur Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten Dritte (Subunternehmer, Erfüllungsgehilfen, freie Mitarbeiter) hinzuzuziehen, sofern dies der ordnungsgemäßen Leistungserbringung dient.

(2) Die Leistungen des Anbieters sind Dienstleistungen und keine Werkleistungen, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich und schriftlich etwas anderes vereinbart wurde. Der Anbieter schuldet somit ein sorgfältiges Tätigwerden, nicht jedoch den Eintritt eines bestimmten Erfolges.

(3) Wird die Leistungserbringung durch Umstände behindert oder unmöglich gemacht, die aus der Sphäre des Kunden stammen (insbesondere fehlende Mitwirkung, verspätete Bereitstellung von Materialien, technische Probleme auf Kundenseite), bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters hiervon unberührt. Der Anbieter muss sich lediglich ersparte Aufwendungen und anderweitigen Erwerb anrechnen lassen.

(4) Der Anbieter behält sich das Recht vor, Inhalte, Formate, technische Umsetzungen und Plattformen im Rahmen der Leistungserbringung zu aktualisieren, weiterzuentwickeln, zu ersetzen oder anzupassen, sofern dies dem Vertragszweck nicht zuwiderläuft und die Qualität der Leistung nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Der Kunde hat keinen Anspruch darauf, dass bestimmte Inhalte oder Formate unverändert beibehalten werden.

(5) Der Kunde hat keinen Anspruch auf die Leistungserbringung durch eine bestimmte Person. Der Anbieter ist berechtigt, qualifizierte Dritte mit der Leistungserbringung zu beauftragen oder Ansprechpartner und Berater im Laufe der Vertragsbeziehung zu wechseln, sofern die Qualität der Leistung hierdurch nicht beeinträchtigt wird.

(6) Bei erfolgsbezogenen Zusammenarbeiten gilt Folgendes: Stellt der Kunde das vereinbarte Werbebudget nicht zur Verfügung, verzögert der Kunde den Kampagnenstart, verweigert der Kunde erforderliche Freigaben oder kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten in sonstiger Weise nicht nach, so gilt die Leistung des Anbieters als erbracht. Eine erfolgsabhängige Vergütung wird in diesem Fall so behandelt, als wäre der vereinbarte Erfolg eingetreten. Der Kunde schuldet die vollständige vereinbarte Vergütung einschließlich etwaiger Erfolgsboni, ohne dass der Anbieter den tatsächlichen Erfolgseintritt nachweisen muss.

§8 Verhalten und Rücksichtnahme

(1) Der Kunde ist verpflichtet, im Rahmen der Geschäftsbeziehung einen ordnungsgemäßen und respektvollen geschäftlichen Umgang zu pflegen. Rechtswidrige, unwahre, ehrverletzende oder unbegründete Äußerungen über den Anbieter, seine Mitarbeiter oder verbundene Unternehmen werden zivilrechtlich verfolgt und den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zur Anzeige gebracht. Dies umfasst insbesondere Äußerungen in sozialen Medien, Bewertungsportalen, Foren oder gegenüber Dritten.

(2) Der Kunde ist verpflichtet, einen ungestörten Ablauf der Programme, Seminare, Coachings und sonstigen Veranstaltungen zu fördern und auf die anderen Teilnehmer sowie die Referenten und Mitarbeiter des Anbieters Rücksicht zu nehmen. Bei störendem, respektlosem oder in sonstiger Weise unangemessenem Verhalten wird der Kunde zunächst einmalig abgemahnt. Bei wiederholtem Fehlverhalten nach erfolgter Abmahnung ist der Anbieter berechtigt, den Kunden vorübergehend oder dauerhaft von der weiteren Teilnahme auszuschließen. Ein Ausschluss berührt den Vergütungsanspruch des Anbieters nicht; der Kunde bleibt zur Zahlung der vollständigen vereinbarten Vergütung verpflichtet.

§9 Nutzungsrechte

(1) Sämtliche vom Anbieter erstellten oder im Rahmen der Leistungserbringung verwendeten Inhalte, insbesondere Bilder, Videos, Texte, Webinare, Präsentationen, Konzepte, Strategien, Datenbanken und sonstige Materialien, unterliegen dem ausschließlichen Urheberrecht des Anbieters oder der jeweiligen Rechteinhaber. Der Anbieter behält sich alle Rechte an diesen Inhalten vor.

(2) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an den Inhalten, die im Rahmen eines passwortgeschützten Mitgliederbereichs zur Verfügung gestellt werden. Das Nutzungsrecht erlischt automatisch mit Beendigung des Vertragsverhältnisses, gleich aus welchem Grund.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, sicherzustellen, dass Dritte keinen Zugang zu den geschützten Inhalten und Materialien erhalten. Die Weitergabe von Zugangsdaten, Passwörtern oder Login-Informationen an Dritte ist ausdrücklich untersagt. Jede Zugangsberechtigung ist personengebunden und darf nur vom Kunden selbst genutzt werden.

(4) Das Teilen, Vervielfältigen, Verbreiten, öffentliche Zugänglichmachen, Bearbeiten oder sonstige Verwerten der Inhalte des Anbieters ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters streng untersagt. Für jeden Fall der schuldhaften Zuwiderhandlung behält sich der Anbieter die Geltendmachung einer Vertragsstrafe sowie weitergehender Schadensersatzansprüche vor. Die Höhe der Vertragsstrafe wird vom Anbieter nach billigem Ermessen festgesetzt und ist im Streitfall vom zuständigen Gericht zu überprüfen.

(5) Dem Kunden wird kein Nutzungsrecht an Werbetexten, Anzeigentexten (Ads) oder sonstigen Werbematerialien eingeräumt, die der Anbieter im Rahmen der Zusammenarbeit erstellt hat. Die Nutzung solcher Texte auf Websites, in Foren, Gruppen oder auf sonstigen Plattformen des Kunden ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Anbieters untersagt.

(6) Verstöße gegen die vorstehenden Nutzungsrechtsbeschränkungen werden den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zur Anzeige gebracht. Der Anbieter behält sich darüber hinaus die Geltendmachung sämtlicher zivilrechtlicher Ansprüche, insbesondere Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche, vor.

§10 Gutschriften aus Kulanz

(1) Vom Anbieter gewährte Gutschriften (Credits) stellen eine freiwillige Kulanzleistung dar. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung von Gutschriften besteht nicht. Die Gewährung einer Gutschrift in einem Einzelfall begründet keinen Anspruch auf zukünftige Gutschriften.

(2) Gutschriften können nur im Rahmen einer erneuten Buchung mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten eingelöst werden. Eine spätere Nutzung der Gutschrift ist ausschließlich an die Buchung einer neuen Vertragsleistung geknüpft.

(3) Durch die Einlösung einer Gutschrift im Rahmen einer Neubuchung kommt automatisch ein neuer Vertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten zustande. Für diesen neuen Vertrag gelten die zum Zeitpunkt der Neubuchung aktuellen AGB sowie die individuell vereinbarten Vertragsbedingungen.

(4) Die Gutschrift wird auf die im Rahmen des neuen Vertrages geschuldete Vergütung angerechnet. Eine Auszahlung des Gutschriftbetrages über den Vertragswert hinaus erfolgt nicht.

(5) Eine isolierte Nutzung der Gutschrift ohne gleichzeitige Neubuchung, eine Verrechnung mit anderen Forderungen sowie eine Barauszahlung oder Überweisung des Gutschriftbetrages sind ausgeschlossen.

§11 Zahlungsbedingungen, SEPA-Lastschrift, Rechnung

(1) Sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, ist die gesamte vereinbarte Vergütung mit Vertragsschluss zur Zahlung fällig. Bei vereinbarter Ratenzahlung sind die einzelnen Raten zu den im Vertrag festgelegten Terminen fällig.

(2) Die Zahlung kann per Banküberweisung, SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte erfolgen. Bei Zahlung per SEPA-Lastschrift erfolgt der Einzug frühestens zu dem in Absatz (1) genannten Fälligkeitszeitpunkt. Das SEPA-Lastschriftmandat des Kunden gilt bis auf Widerruf. Der Kunde stellt sicher, dass das angegebene Bankkonto über ausreichende Deckung verfügt. Kosten, die dem Anbieter durch Rücklastschriften aufgrund mangelnder Kontodeckung oder unberechtigtem Widerspruch entstehen, trägt der Kunde, sofern er die Rücklastschrift zu vertreten hat.

(3) Die Zahlung erfolgt ausschließlich per SEPA-Lastschrift im Wege der Vorauszahlung. Der Kunde hat hierzu das unterzeichnete SEPA-Lastschriftmandat an den Anbieter per E-Mail an info@whiteacademy.de zu übersenden. Die Leistungserbringung beginnt erst nach Eingang des unterzeichneten Mandats und erfolgreicher erstmaliger Lastschrifteinziehung.

(4) Unternehmer und Kaufleute erhalten auf Wunsch eine Rechnung per E-Mail. Die Rechnungsstellung erfolgt grundsätzlich in elektronischer Form. Der Kunde erklärt sich mit dem Empfang elektronischer Rechnungen einverstanden.

§12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, nach den gesetzlichen Bestimmungen. Dies umfasst auch das Verhalten von gesetzlichen Vertretern, leitenden Angestellten und sonstigen Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(2) Im Übrigen haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung auf den Ersatz des vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens beschränkt. Eine weitergehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen.

(3) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz. In diesen Fällen haftet der Anbieter nach den gesetzlichen Bestimmungen unbeschränkt.

(4) Der Kunde ist verpflichtet, dem Anbieter ausschließlich Medien, Inhalte und Materialien zur Verfügung zu stellen, die frei von Rechten Dritter sind. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer Verletzung von Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder sonstigen Schutzrechten durch vom Kunden bereitgestellte Materialien gegen den Anbieter geltend gemacht werden. Die Freistellung umfasst auch die Übernahme der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, einschließlich Anwalts- und Gerichtskosten.

§13 Widerrufsrecht

Die Leistungen des Anbieters richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des §14 BGB. Ein gesetzliches Widerrufsrecht steht Unternehmern nicht zu. Insbesondere besteht bei mündlich geschlossenen Verträgen (telefonisch oder per Videokonferenz) mit Unternehmern kein Widerrufsrecht. Der Vertrag ist mit Abgabe der übereinstimmenden Willenserklärungen verbindlich geschlossen und kann nur nach Maßgabe der in diesen AGB geregelten Kündigungsbestimmungen beendet werden.

§14 Datenschutz, Einwilligung

(1) Der Schutz personenbezogener Daten hat für den Anbieter höchste Priorität. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich im Einklang mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Einzelheiten zum Umgang mit personenbezogenen Daten sind in der separaten Datenschutzerklärung des Anbieters geregelt. Der Kunde bestätigt, die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen zu haben.

(2) Der Kunde erteilt mit Vertragsschluss seine widerrufliche Einwilligung, vom Anbieter zu Zwecken der Vertragserfüllung, der Kundenbetreuung sowie zu werblichen Zwecken über Telekommunikationsmittel kontaktiert zu werden. Dies umfasst insbesondere die Kontaktaufnahme per E-Mail, SMS, Telefon und über Messenger-Dienste (z. B. WhatsApp, Telegram). Die Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Der Widerruf ist per E-Mail an info@whiteacademy.de zu richten.

(3) Der Kunde erteilt darüber hinaus seine widerrufliche Einwilligung zur Speicherung und Verarbeitung sämtlicher im Rahmen der Geschäftsbeziehung erhobener personenbezogener Daten, zur Verwendung von Cookies und vergleichbaren Technologien, zur Analyse des Nutzerverhaltens auf den Plattformen des Anbieters sowie zur Übermittlung personenbezogener Daten an Dritte zum Zwecke des Marketings und der Werbung. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

§15 Teilnahme an Seminaren und Veranstaltungen

(1) Die Buchung eines Seminars oder einer Veranstaltung ist verbindlich und begründet einen Vertrag zwischen dem Kunden und dem Anbieter. Die Bestätigung der Buchung erfolgt per E-Mail. Mit der Buchungsbestätigung wird der Vertrag wirksam geschlossen.

(2) Eine Stornierung der Buchung ist nur aus wichtigem Grund möglich. Der Kunde hat das Vorliegen des wichtigen Grundes durch geeignete Nachweise qualifiziert zu belegen. Eine bloße Verhinderung oder Terminüberschneidung stellt in der Regel keinen wichtigen Grund dar.

(3) Bei einer Stornierung durch den Kunden fallen folgende Stornogebühren an: Bei einer Stornierung mehr als sechs Wochen vor dem Veranstaltungstermin werden 35 % des Buchungspreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung zwischen drei und sechs Wochen vor dem Veranstaltungstermin werden 50 % des Buchungspreises als Stornogebühr fällig. Bei einer Stornierung weniger als drei Wochen vor dem Veranstaltungstermin werden 100 % des Buchungspreises als Stornogebühr fällig. Dem Kunden steht es frei, nachzuweisen, dass dem Anbieter kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist als die pauschalierte Stornogebühr.

(4) Die Benennung eines Ersatzteilnehmers ist nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters möglich. Der Anbieter behält sich vor, die Zustimmung ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

§16 Anwendbares Recht, Gerichtsstand

(1) Für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) sowie unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist Münster. Der Anbieter ist darüber hinaus berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sowie des Vertrages bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses selbst. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.

(4) Vertragssprache ist Deutsch. Maßgeblich für die Auslegung dieser AGB und sämtlicher Vertragsunterlagen ist ausschließlich die deutsche Fassung.

AGB Stand: Oktober 2025

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